Farbwahrnehmung

Die Zapfen unterteilen sich in drei Arten. Es gibt welche für die „blauen“ Wellenlängen von 400 – 500 Nanometer, für die Farbe Grün von 500 – 600 Nanometer und einige für die Rotwahrnehmung in dem Bereich von 600 – 700 Nanometer. Das Auge ist gegenüber kurzwelligem Licht am unempfindlichsten, d.h. von den Farben wird blau am schwächsten wahrgenommen.

 

Rot, Grün und Blau bezeichnen wir als die Grundfarben des Lichts. Um andere Farben wie Cyan oder Gelb wahrnehmen zu können, werden mehrere Zapfen gleichzeitig angesprochen (siehe auch Additive Farbmischung).

Das Auge kann im direkten Vergleich hunderttausend verschiedene Farben unterscheiden. Variiert man nur den Farbton, so sind ca. 128 verschiedene Farben unterscheidbar.

 

 
Beide Arten von Rezeptoren (Stäbchen und Zapfen) enthalten chemische Substanzen, die bei Lichtstimulation zerfallen und elektrische Impulse hervorrufen. Diese Impulse werden dann über den Sehnerv an das Gehirn weitergeleitet.

Das Auge liefert noch keine kompletten Bilder. Erst unser Gehirn interpretiert die Wahrnehmung mit Hilfe von Erfahrungen und Erwartungen und ergänzt das Gesehene mit gespeicherten Wissen. Im Kopf fangen wir an Bilder zu erkennen bzw. wieder zu erkennen und es mit Erinnerungen im Gedächtnis zu vergleichen. Für diesen Vergleich werden auch andere Bereiche des Gehirns hinzugenommen, die über Nervenbahnen mit dem Sehzentrum verbunden sind. Um das Wahrgenommene zum Beispiel mit einen Begriff, einen Namen oder einen Wort zu verbinden, müssen rechte und linke Gehirnhälfte zusammenarbeiten (siehe Abbildung 4).

 

Darstellung der Sehnerven im Gehirn
Abbildung 4: Die Sehnerven im Gehirn
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Versuchen Sie doch mal folgende Worte auszusprechen:

rot grün blau schwarz
blau weiß rot grün

Wenn die Aufgabe Schwierigkeiten ergab, liegt das daran, dass ein Konflikt zwischen rechter und linker Gehirnhälfte ausgelöst wurde. Ihre rechte Gehirnhälfte versucht die Farbe zu nennen und die linke Hälfte ist mit der Wiedergabe des Wortes beschäftigt.

 

Wir haben jetzt gelernt wie wir mit Hilfe der Stäbchen und Zapfen in unseren Augen die unterschiedlichen Wellenlängen (Farben) wahrnehmen können. Das Gehirn spielt dabei eine wesentliche Rolle, denn erst durch unser Sehzentrum interpretieren wir die aufgenommenen Reize.

 

Aber nach welchen Kriterium bewertet unser Gehirn Formen und Farben? Einige dieser "Regeln" an denen wir uns orientieren, sind in dem Artikel "Wahrnehmungsgesetze" aufgeführt. Hier werden interessante Informationen über unsere visuelle Wahrnehmung gezeigt. Der Artikel "Optische Täuschungen", demonstriert anschaulich, dass nicht alles so ist, wie es scheint.

Gehen Sie einen Schritt weiter und lernen Sie das Sehen neu kennen.

 

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