Das Auge

Aufbau des menschlichen Auges

Das menschliche Auge wird im Allgemeinen immer mit einer einfachen Fotokamera (Abbildung 3) verglichen. Wie die Kamera besitzt auch das Auge eine Linse. Diese erzeugt auf der Rückwand, der so genannten Netzhaut, das optische Abbild.

In Abbildung 4 ist der Aufbau des Auges dargestellt.

 

Im Gegensatz zum Fotoapparat können wir Gegenstände nur scharf erkennen, wenn sich unsere Linse entsprechend krümmt. Das wird durch die Ringmuskeln realisiert, die außen an der Linse sitzen. Sie können die Linse in ihrem Durchmesser verändern und für nahe Gegenstände die Krümmung verstärken und sie für Ferneinstellungen verflachen.

Bei einer Kamera wird das Scharfstellen von Bildern über eine Abstandsänderung zwischen Linse und Bildebene (beim Auge die Netzhaut) erreicht.

 

Um genügend Licht in unser Auge einfallen zu lassen, ist die Iris oder auch Regenbogenhaut verantwortlich. Bei großer Helligkeit verengt sich die  Pupille (die runde Öffnung für den Lichteinfall) und bei schwachen Lichtverhältnissen vergrößert sie sich, um mehr Licht ins Auge zu lassen. Was die Iris für unser Auge ist, ist die Blende beim Fotoapparat.

 

Der Glaskörper, der Bereich hinter der Linse, ist mit einer durchsichtigen, gallertartigen Substanz gefüllt. Am hinteren Ende des Auges befindet sich die Netzhaut (Fachbegriff Retina), die lichtempfindlich und mit Nervenzellen ausgestattet ist. Hier werden die aufgenommenen Lichtreize in elektrische Impulse umgewandelt und über den Sehnerv an das Gehirn weitergeleitet.

 

Zwei Punkte auf der Netzhaut heben sich von ihrer Umgebung besonders ab. Zum einen ist der gelbe Fleck zu nennen. Er ist der Punkt des schärfsten Sehens und hat nur einen Durchmesser von 1,5 Millimeter. Der gelbe Fleck oder auch Fovea genannt liegt der Linse genau gegenüber und besitzt die meisten lichtempfindlichen Nervenzellen.

Der zweite entscheidende Punkt auf der Netzhaut ist der blinde Fleck. Er befindet sich dort, wo der Sehnerv in die Netzhaut mündet. Deshalb gibt es dort keine Nervenzellen und wir sind an diesem Punkt blind.

 

 

Fotoapparat
Abbildung 3: Aufbau des Fotoapparates
Die Linse wurde hier vereinfacht dargestellt. In Wirklichkeit ist es eine Sammlung von vielen unterschiedlichen Linsenformen.
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Aufbau des Auges
Abbildung 4: Das Auge
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Nun haben wir gelernt, dass Licht der Grundstein ist, um überhaupt Sehen zu können. Wir haben erfahren, wie das menschliche Auge aufgebaut ist und wissen, wie wir Gegenstände wahrnehmen können.

Aber wie kann der Mensch nun Farben erkennen (Farbwahrnehmung)? Was interpretiert unser Gehirn aus den aufgenommen Reizen (Wahrnehmungsgesetze)? Wie entstehen optische Täuschungen (Optische Täuschungen)?

 

Lesen Sie weiter und entdecken Sie mehr über unseren Sinn – Sehen!

 

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